Bruchstücke des Wissens

Die Salzmine „Wieliczka” ist für Besucher seit Jahrhunderten mit ihrer entzückenden Unterwelt erschlossen. Eine jahrelange Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten im Land und weltweit sowie eine steigende Popularität der aktiven Touristik haben zur Erweiterung des Angebotes der Salzmine um weitere unteriridische Abbauhohlräume geführt. Im Frühling 2009 startete das Projekt der Route für Spezialgruppen Der Zweck ist es, unterschiedliche Abbauweisen zu veranschaulichen sowie in ansprechender Weise die geologische Struktur der Wieliczkaer Salzlagerstätte zu zeigen. Die neue Route verläuft nah auf den Sohlen I bis III im Zentral- und Ostteil der Salzmine, durch Abbauhohlräume mit einer Gesamtlänge von ca. 3400 m.

Es ist eine Route, die visuelle, kognitive und didaktische Vorzüge miteinander verbindet. Sie sollte nicht nur für Naturwissenschafter interessant sein, aber auch für Liebhaber der unbelebten Natur und Hobbymenschen. Die erschlossene Route „Geheimnisse der Wieliczkaer Salzmine” zeigt einmalige Formationen von Klumpenlagerstätte, die die Mulde zwischen zwei Schuppen, der südlichen und der zentralen des Salzlagerflözes ausfüllt. Die freigelegten Formationen zeigen taubes Gestein in Form mergliger Tonsteine und Sedimentgestein, sowie auch Klumpen des typischen (laminierten) grünen Salzes als auch in Form der Polykristalle. In der freigelegten Salzlagerstätte gibt es Salze aller Art – Erzsalz, Schachtsalz sowie grünes Flözsalz. Zu bemerken sind auch Beispiele der Sedimentation und Salztektonik sowie der sekundären Halitskristallisation. Die Route ist gekennzeichnet durch wunderbare didaktische Vorteile.


Salze der sekundären Kristallisation

Kopalnia Soli "Wieliczka"

Unter den Naturvorzügen der dargestellten Route, die gleichzeitig eine besondere visuelle Attraktion darstellt, ragen die Salze der sekundären Kristallisation heraus. Es sind hier einige Stellen lokalisiert, die besonders die Aufmerksamkeit wegen ihrer Abwechslung und Schönheit ihrer Erscheinung auf sich ziehen. Ablagerungsdecken entstehen als Ergebnis der Solquellenmigrationen im Gebirge, dies bildet eine ganze Reihe von Formationen des sekundären Halits.

In vielen Abbauhohlräumen sind Ablagerungsdecken in Form der Salzstalaktiten sowie Salzauswüchse an Stößen sowie an Teilen der Verschalungen der Kammern und Gänge zu erkennen. Die Salzstalaktiten haben hier die Form enger langer Röhrchen, die von Bergleuten „Salznudeln” genannt werden. Die Salzauswüchse werden dagegen „Salzblumenkohl” genannt.

Eine sehr interessante Form der sekundären Kristallisation des Halits sind heute entstehende Fasersalze, umgangssprachlich „Kingashaar” genannt. Sie entstehen aus in der Grubenatmospäre enthaltenen Halit und wachsen in die Richtung, aus der die feuchte mit Natrium-Chlorid angereicherte Luft kommt. Die Salze entstehen an porösen Gesteinen an den gut belüfteten Stellen.

Die meist beeindruckenden Salze der sekundären Kristallisation kann man auf der beschrienenen Route in Grubenschächten bewundern. Die Verschalung ist oft reichlich mit Ablagerungsdecken bewachsen, die vorwiegend in Form der Salzstalaktiten oder Ablagerungsaufträge vorkommen. Die Solen, die im Inneren des Stalaktiten fließen, liefern Natrium-Chlorid zur Kristallisation des Halits und bewirken sein Wachstum in der Länge (es entstehen dann „Salznudeln”). Wenn der Prozeß dagegen innen und aussen des Stalaktiten vorkommt, so wachsen sie in Länge und Dicke gleichzeitig.

 
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