Flötzlagerstätte

Die Flözlagerstätte, wie die Bezeichnung selbst zeigt, ist in Form von Steinsalzflözen gebildet. Im Gegensatz zur Salzstocklagerstätte kommt hier das Salz in Schichten vor. Diese sind durchwachsen mit taubem Gestein. Die Flözlager bestehen aus stark verformten, gefalteten Schichten mit einer Stärke von 2 bis 50 m.

Die Lagerstätte beginnt mit einem Flöz der ältesten Salze, überdeckt mit Schichten von Sandstein und einer Schlammschicht des sog. „Untersalzes” mit Bänken aus Ton und Konglomeraten. Der Flöz zeigt eine erhebliche Vielfalt der Kristallgröße des Halits und der Mächtigkeit – von 2 bis 20 m und kommt auch in Gestalt separater Blöcke vor. Diese Lagerstätte besitzt einen hohen Gehalt an Chlornatrium von 90-95 %. Sie charakterisiert sich auch durch die stark verformten Kristalle unter dem Druck der überlagerten Schichten. Sie sind stark abgeflacht und weisen einen linearen Verlauf vor.

Kopalnia Soli "Wieliczka"Im weiteren Profil treten vier Flöze vom grünen Schichtensalz auf, die von einander getrennt sind durch Schlamm-Anhydrittaubgestein. Es ist Grobkristallsalz, das einen gut sichtbaren inneren Kristallaufbau besitzt. Die Mächtigkeit dieses Salzkomplexes reicht bis auf 12 m, und der mittlere Gehalt von Halit beträgt hier ca. 85%.

Über den Grünsalzformationen lagert Szybikersalz. Es charakterisiert sich durch eine außerordentliche Reinheit. Der Halitgehalt beträgt hier ca. 99%. Die Schicht von fast gleich bleibender Stärke von ca. 2 m breitet sich aus im Bereich der ganzen Flözlagerstätte. Das Szybikersalz hat einen honiggrauen Farbton. Es wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entdeckt. Es enthält Bituminbeimengungen, was bewirkt, dass es sich durch einen Kohlenwasserstoffgeruch der frisch abgetragenen Salzbrocken charakterisiert.

Die meistverbreitete Formation des Steinsalzes im Flöz der Lagerstätte sind Spizasalze. Sie sind in fast 30 m mächtigen Schichten ausgebildet. Durchwachsen durch taubes Gestein sind sie von einander getrennt, von denen der größte, zentrale eine Mächtigkeit von ca. 2-3 m hat. Die einzelnen Flöze dieses Salzes sind sehr unterschiedlich, verunreinigt durch Sand, Schlamm und Ton. Ausnahme bilden sehr reine Einlagerungen des „Adler”- Salzes. Dieses wurde direkt auf die Wawel-Burg geliefert, dem wohlwollend herrschenden König. Seit dieser Zeit wurde es als das Adlersalz benannt, weil es in Salzfässern, die mit dem Wappen des Königreichs Polens gekennzeichnet waren, transportiert wurde.

Die Spizasalze sind sehr stark durch Sand verunreinigt und tragen die Bergmannsbezeichnung "makowica", dagegen wurden die deutlich sichtbaren Sandsteine mit dem salzführenden Bindemittel "smulec" genannt.




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