Bergmannsorchester heute

Gestern, heute. Reichtum der Klänge

Das Orchester beteiligte sich, und beteiligt sich weiterhin an allen wichtigeren Staats-, Kirchen- und Bergmannsfeierlichkeiten. Es darf auch nicht zum Barbórka-Fest oder zum Tag der Hl. Kinga, sowie während der folgenden Jubiläen der Eintragung der Salzmine in die UNESCO-Liste fehlen. Es marschiert in der Fronleichnamprozession, feiert den 11. November, spielt bei Begräbnissen von Bergleuten. In Summe tritt es ca. 100 Mal jährlich zu verschiedenen Anlässen auf.

Die Vielseitigkeit der Musiker gestattet nicht nur die für Blasinstrumente geschaffenen Werke darzubieten, sondern sie greifen auch erfolgreich zu Werken von Verdi, Bach, Schubert, Strauss sowie der Filmmusik. Das hohe künstlerische Niveau des Orchesters bewirkte, dass schon zu österreichischen Zeiten zahlreiche Aufträge zu Auftritten nach Krakau, ins Vorgebirge, und nach Ostgalizien beim Orchester vorlagen. Bis zum heutigen Tage sind die Musiker der Wieliczkaer Salzmine erfolgreich bei Festspielen und Wettbewerben in Polen und im Ausland, u.a. in Buchloe, Augsburg, Fussen, More, Salzburg, Hallein, Halstadt, Innsbruck.

Wie war es damals - und wer?

Kopalnia Soli "Wieliczka"Die meisten Orchestermitglieder waren Polen, aber die Kapellmeister waren Ausländer. Die Quellen erwähnen zwar den an der Spitze des Bergmannsorchesters stehenden Feliks Czyżowski, jedoch für den ersten wirklich dokumentierten Salinen Kapellmeister ist Michał Ahlich zu halten. Im Jahre 1876 zählt das Orchester 29 Personen, in der Zwischenkriegszeit 40. Die Lage in den 80-ger Jahren des 20.Jh. war misslich, es spielten nur 17 Musiker. Fast 30 Jahre später wachsen die Reihen des Repräsentationsblasorchesters der Salzmine „Wieliczka” bis auf 44 Personen (im Jahre 2009).

Der Kapellmeister wählte das Repertoire aus, leitete die Proben, dirigierte während der wichtigeren Konzerten. Bei wenigen wichtigen Anlässen übernimmt seine Funktion der Tambourmajor. Mit Instrumenten versorgte man sich in Krakau, Königgätz und Schönbach. Bei der Kapelle funktionierte gewissermaßen eine „Musikschule”, in der man das praktische Spielen der Instrumente lernte. Neben dem Blasorchester wirkte auch ein Streicherensemle. Leider verschonte der 2. Weltkieg das Streicherensemble nicht – es sind nur zwei Kontrabässe und eine Geige erhalten geblieben.

Wie war es damals – wo und wofür?

Die Proben fanden im Gebäude der Hängebank des Paderewski-Schachtes statt. Ab 1917 feilte die Bergmannskapelle ihr Repertoire im Dachgeschoß des Gebäudes des Daniłowicz-Schachtes, und später wieder im Paderewski-Gebäude. In den Folgejahren quartierte man das Orchester u.a im Gebäude der Hängebank des Regis-, sowie des Górsko-Schachtes ein. Ab 2009 finden die Proben des Repräsentationsblasorchesters der Salzmine „Wieliczka” im extra dafür umgebauten Siederei-Gebäude statt.

Der Unterhalt des Orchesters wurde hauptsächlich von den Gebühren für Besichtigungen der Salzmine, die in den sog. Musikfonds flossen, bestritten. Mit der Zeit unterstützten die Musiker die Salinenbeamten und Bergleute: "... die Schichtmeister aller 3 Abbaufelder legen zur Konsultation im Werk für die 15. KW 1847 vor, auf Ersuchen der Bergbauältesten, im Namen aller Salinenarbeiter eine Erklärung der Bereitschaft, eine freiwillige Spende in den Musikfonds zu entrichten, aus […] [Zit. nach I. Markowski ].

Kopalnia Soli "Wieliczka"Frauen stehen auf…

Im 1893 bereitete man dem Orchester  neue Uniformen. Auf dem Einkaufsliste fanden sich Bergkittel, Hosen, Tschakos mit Federbusch, Schirmmützen sowie endlich auch Uniformkrawatten. Das gegenwärtige Blasorchester präsentiert sich auch sehr elegant in Bergmannsuniformen. Die Musiker tragen an ihren Tschakos rote Federbüsche, dagegen der Kapellmeister einen weiß-roten.

Auszeichnungen des Orchesters

Das Repräsentationsblasorchester der Salzmine in Wieliczka hat einige Platten aufgenommen, nahm an vielen internationalen und nationalen Festivals der Blasorchester mit Erfolg teil, darunter u.a. in Deutschland (Buchloe 1988, 1990 und 1993). Im Jahre 2001 belegte es den 1. Platz bei dem 24. Festival in Nowy Sącz, es wiederholte diesen Erfolg ein Jahr später. Im Jahr 2006 spielte das Bergmannsorchester während des 16. Internationalen Festivals der Militärorchester und 2010 erhielt es die „Goldene Urkunde” während des 8. Internationalen Festivals der Blasorchester in Ungarn.




Die bedeutenden künstlerischen Errungenschaften:

  • 1. Platz bei dem 24. Festival der Blasorchester Echo Trombity in Nowy Sącz 2001
  • 1. Platz bei dem 25. Festival der Blasorchester Echo Trombity  in Nowy Sącz 2002
  • 1. Platz bei dem Internationalem Wettbewerb der Bergmannsorchester in Ferropolis 2006
  • Die „Goldene Urkunde” bei dem 8. Internationalen Festival der Blasorchester - Mór Ungarn 2010
  • Aufnahme von 3 CD-Platten

Bibliografie der Seite

  1. Boczkowski F., O Wieliczce pod względem historyi naturalnej, dziejów i kąpieli, Bochnia 1843, Überdruck: Warszawa 1987.
  2. Kisielewski A., Z Krakowa do Gdańska Wisłą. Wspomnienia z podróży z kilkunastoma doborowymi drzeworytami, Lwów 1869.
  3. Markowski I., Wielicka orkiestra salinarna, w: Studia i materiały do dziejów żup solnych w Polsce, Wieliczka 2001, Band XXI.
 


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