Zur Orchestergeschichte

Für Kaiser, für prominente Gäste

In der 2. Hälfte des 18. Jh. begann in der Salzmine die Anlegung der festen Touristenroute durch Österreicher. Zweifelsohne haben die historischen Räume unter Tage mit ihren Vorteilen zur Entstehung des Bergamnn-Orchesters einen Beitrag geleistet. Das Orchester beglitt die Touristen bei der Hinabfahrt unter Tage auch dann, wenn sie die teuerste Besichtigungsvariante gekauft hatten, d.h. bei der Beleuchtungsklasse 1 oder 2 und spielte in den Kammern „Michałowice“, „Saurau“, „Łętów” wie auch am Gołuchowski-Bahnhof und in der Józef-Piłsudski-Kammer vor. Auch bei feierlichen Empfängen huldvoller Majestäten in der Saline durfte es nicht fehlen. Der Kaiser Franz Josef I. stattete ebenfals dem Bergwerk 1851 einen Besuch ab. Zu seinen Ehren ertönte in der Michałowice-Kammer die Hymne der Völker und der Radetzky-Marsch.

Open-Air-Konzerte

Kopalnia Soli "Wieliczka"Jede Woche gibt das Blasorchester ein Konzert im Elisabeth-Park (in der Nähe des Hl. Kinga-Parkes). Feliks Boczkowski schrieb (1843): Gesellschaften, familiäre- und Kurbadgäste verbringen nett die Zeit mit hiesigen Beamten zusammen. Bei zahlreicheren Ansammlungen der Kurbadgäste werden Bälle in hiesigem Hotel veranstaltet. Am häufigsten wird es gemeinsam im öffentlichen Park,  Berntówka genannt (neben A. Mickiewicz-Park) zur Bergmannsorchestermusik spaziert. Während des Krieges spielten die Salinenmusiker auf Hof des Salzgrafenschlosses, und sogar nach dem 1945 auf Wieliczka-Grünanlagen.

Verehrte Damen und Herren, eine Mazurka bitte!

Einst führte die Besichtigungsstrecke durch die imposante Łętów-Kammer, die als Ballsaal diente. Aleksander Kisielewski berichtete 1869: Auf derselben Sohle liegt ein Saal, Łętów genannt, […] Wir haben den Saal feierlich erleuchtet vorgefunden […] und die Musik spielte eine spritzige Mazurka vor. Bald standen zahlreiche Paare tanzbereit da […]. Die aus Blasinstrumenten zusammengesetzte und schon von selbst lautstark tosende Musik prallte gegen das unterirdische Gewölbe und kehrte tausendfach verstärkt zurück. Solche Töne habe ich fürwahr mein Leben lang nie wahrgenommen! „Das muntere Salinenorchester” erwähnte auch Ende des 19. Jahrhunderts die Wochenzeitschrift „Wędrowiec”. Heutzutage führen die Orchestermusiker ihre glänzenden Fähigkeiten z.B. bei den für Touristen veranstalteten Konzerten in der Warszawa-Kammer vor.


Bibliografie der Seite

  1. Boczkowski F., O Wieliczce pod względem historyi naturalnej, dziejów i kąpieli, Bochnia 1843, Überdruck: Warszawa 1987.
  2. Kisielewski A., Z Krakowa do Gdańska Wisłą. Wspomnienia z podróży z kilkunastoma doborowymi drzeworytami, Lwów 1869.
  3. Markowski I., Wielicka orkiestra salinarna, w: Studia i materiały do dziejów żup solnych w Polsce, Wieliczka 2001, Band XXI.
 
Światowe dziedzictwo


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