Wie in Wien

09-01-2017 / Besondere Ereignisse

Das Neujahrskonzert in der Salzmine „Wieliczka” erfreut sich einer derart großen Beliebtheit, dass man es dieses Jahr sogar zwei Mal veranstalten musste. Am 7. sowie am 8. Januar hatten wir die Gelegenheit, in der Kammer Warszawa die talentierten Solisten sowie das exzellente Orchester der Krakauer Oper zu hören. Die Künstler entführten das Publikum auf eine unvergessliche musikalische Reise in Wien des 19. Jh.

Auf der Bühne in der unterirdischen Kammer „Warszawa” sangen Katarzyna Oleś-Blacha (Koloratursopran), Iwona Socha (Sopran), Tomasz Kuk (Tenor), Andrzej Lampert (Tenor). Das Publikum belohnte die exzellente Darbietung der Solisten mit einem Riesenapplaus. Einen großen Beifall erntete auch das Orchester der Krakauer Oper unter der Leitung von Tomasz Tokarczyk. Beide unterirdische Neujahrskonzerte wurden von Katarzyna Sanocka moderiert. Wie es sich für die beste Wiener Tradition gehört wurde das Repertoire der unterirdischen Neujahrskonzerte von der Familie Strauss beherrscht. Die Herzen der Musikliebhaber eroberten die kunstvoll gespielten Walzer (z.B. der Walzer „Frühlingsstimmen“), Polkas (z.B. die Tritsch-Tratsch-Polka) sowie Operetten, die von ihrem Schöpfer Johann Strauss junior gerne als „komische Oper” bezeichnet wurden. Es gab also Fragmente von solchen Meisterwerken wie „Die Fledermaus” und „Der Zigeunerbaron”, sowie „Eine Nacht in Venedig” und „Wiener Blutt”.

Ähnlich wie im Goldenen Saal des Musikvereins durften auch in der Salzkammer Warszawa der berühmte Walzer „An der schönen, blauen Donau” von Johann Strauss Sohn sowie der „Radetzky-Marsch”, komponiert von Johann Strauss Vater zu Ehren des habsburgischen Feldmarschalls Josef Radetzky, nicht fehlen. Der Walzer „An der schönen blauen Donau” klang unter Tage besonders würdevoll. Dieser absolute Klassiker, der so bekannt ist, dass er ohne Probleme auch von einem weniger erfahrenen Ohr erkannt wird, die Quintessenz der Epoche und der kaiserlichen Salons, fügte sich ausgezeichnet in die historischen Interieurs der Salzmine „Wieliczka” ein. Das Publikum ließ sich von „Radetzky Marsch” mitreißen, war hin und weg von der Energie dieses einzigartigen Stücks, bei dem man einfach nicht in der Lage ist, nicht mit dem Takt mitzuklatschen.

Im Repertoire der Neujahrskonzerte gab es außerdem genug Platz für das Oeuvre von Josef Strauss, dem jüngeren Bruder von Johann Strauss II. Josef wollte überhaupt nicht Musiker werden, mehr noch – er verfügte nicht Mal über die entsprechende Ausbildung, dennoch ließ er sich von seinem Bruder überreden. Wie es scheint, war die Begabung in der Familie Strauss genetisch bedingt. Josef erwies sich nicht nur als ein exzellenter Dirigent des berühmten Straussorchesters sondern auch als ein begnadeter Komponist – er verfasste rund 300 Werke.

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